Als die ersten Einsatzkräfte am Sonnabendnachmittag den 04.07.2026 an der Segeberger Chaussee eintrafen, stand die Wohnung im ersten Obergeschoss bereits in Vollbrand. Dichter, schwarzer Rauch drang aus den Fenstern, mehrere Atemschutztrupps gingen sofort in die Brandwohnung vor. „Wir konnten eine Person leblos in der Wohnung vorfinden“, sagte Gemeindewehrführer Jan Klein. Für die Bewohnerin kam jede Hilfe zu spät – sie verstarb in der Brandwohnung. Die Feuerwehr löschte die Flammen und verhinderte eine Ausbreitung auf weitere Wohnungen. Da das Feuer bereits Teile des Daches erreicht hatte, unterstützte auch die Feuerwehr Scharbeutz mit ihrem Teleskopmast. Den Einsatzkräften gelang es, ein Übergreifen auf den Dachstuhl zu verhindern.
Während der Löscharbeiten wurden beide Wohnblöcke des Mehrfamilienhauses vollständig evakuiert. Alle Bewohner konnten unverletzt ins Freie gebracht werden und wurden vom Rettungsdienst gesichtet. Auch ein Notarzt war vor Ort, er wurde mit dem Rettungshubschrauber Christoph 12 eingeflogen. Nach rund einer Stunde meldete die Feuerwehr „Feuer aus“ an die Leitstelle. Von außen lässt sich erkennen, wie heiß es in der Brandwohnung gewesen sein muss: Am Balkon sind deutliche Brandspuren sichtbar, selbst nach dem Löschen. Um die Einsatzkräfte nach dem belastenden Einsatz zu unterstützen, alarmierte die Feuerwehr im Anschluss die Notfallseelsorge.

Noch während der Löscharbeiten nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen auf. Beamte des kriminaltechnischen Dauerdienstes aus Lübeck sprachen mit Anwohnern und Einsatzkräften, um sich ein erstes Bild der Lage zu verschaffen. Die ausgebrannte Wohnung können die Ermittler jedoch erst betreten, wenn sie vollständig abgekühlt und rauchfrei ist.
Am Abend gab die Feuerwehr die übrigen Wohnungen des Mehrfamilienhauses wieder frei, sodass alle Bewohner zurückkehren konnten. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte vor Ort. Für die Dauer des Einsatzes wurde die Bundesstraße 432, die durch Ahrensbök führt, voll gesperrt.
Text und Bilder: Arne Jappe



