Neukirchen. Ein schwerer Unfall ereignete sich am Mittwochmorgen auf der Strecke zwischen Giddendorf und Neukirchen. In einer leichten Linkskurve verlor der Fahrer eines VW Eos die Kontrolle über das Cabriolet, das daraufhin gegen einen Baum prallte und erst rund 100 Meter weiter auf der Fahrerseite zum Liegen kam. Zwei Ersthelfer befreiten die drei Insassen aus dem Fahrzeug, bevor sie notärztlich versorgt und ins Krankenhaus gebracht wurden. Die Polizei untersucht nun, warum der Fahrer die Kontrolle über den Wagen verlor.
Massiver Einschlag
Am Baum, an dem das Cabriolet einschlug, sind deutliche Schäden zu erkennen. Auf der Fahrbahn liegen verstreut zahlreiche Glassplitter der zerstörten Scheiben. Rund 100 Meter weiter steht der VW Eos auf der Straße, sichtbar gezeichnet vom heftigen Aufprall und dem anschließenden Schleifen über die Fahrerseite. Auch das Überschlagschutzsystem des Cabriolets hat ausgelöst, um die Insassen bei einem möglichen Aufprall auf dem Dach vor einem Zusammendrücken des Fahrzeugs zu schützen.
Ersthelfer befreien die Personen
Die drei Insassen des VW Eos hatten großes Glück. Trotz des schweren Aufpralls wurden sie nicht im Fahrzeug eingeklemmt. Zwei Ersthelfer, darunter ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes, verschafften sich mit einem Kuhfuß Zugang, indem sie das Schiebedach aufhebelten, und konnten so alle Personen aus dem Cabriolet befreien. Drei Rettungswagen und ein Notarzt übernahmen anschließend die Versorgung. Zwei Insassen erlitten leichte Verletzungen, eine weitere Person wurde schwer verletzt. Alle wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Unfallursache noch unklar
Die Ursache des Kontrollverlusts ist weiterhin ungeklärt. Zum Unfallzeitpunkt lagen die Temperaturen um den Gefrierpunkt, sodass sowohl mögliche Glätte als auch überhöhte Geschwindigkeit als Faktoren infrage kommen, ohne dass dies bislang bestätigt ist. Das Unfallfahrzeug wurde von einem Abschleppunternehmen geborgen, während die Feuerwehr die Straße reinigte und auslaufende Betriebsstoffe aufnahm. Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten blieb die Strecke vollständig gesperrt.
Text und Fotos: Arne Jappe


