Zum Inhalt springen

Feuer im Pastorat Petersdorf: Küchenbrand löst Großeinsatz auf Fehmarn aus

In der Küche des Pastorats in Petersdorf auf Fehmarn kam es am Freitagabend zu einem Vollbrand.

Am Freitagabend den 10.04.2026 schrillen auf Fehmarn die Melder: Dachstuhlbrand im Pastorat Petersdorf. Ein Alarm, der nach einer langen Nacht klang. Als die Feuerwehr eintraf, erwartete sie jedoch eine völlig andere, aber nicht minder brenzlige Lage.

Fehmarn. Als die ersten Einsatzkräfte am Freitagabend am Pastorat in Petersdorf eintrafen, quoll bereits dichter Qualm aus dem Dachbereich. Die Leitstelle hatte einen möglichen Dachstuhlbrand gemeldet, doch die Erkundung brachte eine überraschende Wendung. In der Küche des Pastorats schlugen bereits offene Flammen aus dem Raum. Atemschutztrupps gingen ins Innere vom Pastorat, denn die Küche stand lichterloh in Vollbrand. Nur durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte verhindert werden, dass sich das Feuer auf weitere Räume und den Dachstuhl ausbreitete. Verletzt wurde niemand. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Aufmerksame Nachbarn schlugen Alarm: Sie hörten die Rauchmelder und sahen Rauch aus dem Dachstuhl des Pastorats in Petersdorf dringen. Die Leitstelle reagierte sofort und schickte fünf Wehren der Insel Fehmarn zum Einsatzort. „Uns wurde ein Dachstuhlbrand gemeldet“, sagte Einsatzleiter Torsten Steffen. Doch nach der ersten Erkundung zeigte sich ein anderes Bild: In der Küche stand bereits der komplette Raum in Vollbrand. Unter Atemschutz drangen die Kräfte umgehend in das Gebäude vor und konnten das Feuer schnell unter Kontrolle bringen. „Wir haben das Feuer schnell in den Griff bekommen“, zeigte sich Steffen erleichtert.

Die komplett ausgebrannte Küche musste ausgeräumt werden, um versteckte Glutnester aufzuspüren.

Nachdem das Feuer gelöscht war, begann für die Atemschutztrupps der anstrengendste Teil des Einsatzes. Die komplett ausgebrannte Küche musste ausgeräumt werden, um versteckte Glutnester aufzuspüren. Stück für Stück beförderten die Kräfte verkohlte Holzverkleidungen, zerstörte Elektrogeräte und stark verbrannten Schutt aus dem Fenster ins Freie und löschten die glimmenden Reste ab. Parallel dazu wurde ein Hochdrucklüfter in Stellung gebracht, um das Pastorat zu belüften und den dichten Brandrauch aus dem Gebäude zu treiben.

Auch der Teleskopmast der Feuerwehr Burg kam zum Einsatz, eine logistische Herausforderung, denn die Zufahrt zum Pastorat war extrem eng. Mit viel Fingerspitzengefühl manövrierte der Fahrer das Großgerät dennoch in die schmale Straße. „Wir wussten nicht, ob das Feuer bereits in den Dachstuhl übergesprungen war, deshalb mussten wir den Teleskopmast unbedingt in Stellung bringen“, erklärte Einsatzleiter Torsten Steffen. Das Manöver gelang und der Fahrer bewies beeindruckendes Augenmaß.

Rund 80 Einsatzkräfte von der Feuerwehr waren am Freitagabend in Petersdorf im Einsatz. Noch vor Ort nahm die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache auf; auch ein Einsatz der Kriminalpolizei wurde geprüft. Verletzt wurde niemand. Wie hoch der Schaden im Pastorat ausfällt, ist derzeit noch unklar.

Text und Bilder: Arne Jappe

Cookie Consent mit Real Cookie Banner