Am Maifeiertag hat sich auf der Bundesstraße 207 zwischen Heiligenhafen und Großenbrode ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Der Fahrer eines VW Multivan mit Hamburger Kennzeichen hatte keine Überlebenschance. Durch den Frontalzusammenstoß mit einem schwedischen Wohnmobil wurde sein Fahrzeug so stark deformiert, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der Fahrer und die Beifahrerin des Wohnmobils erlitten leichte Verletzungen, ein mitreisender Hund blieb unverletzt. Die Unfallstelle glich einem Trümmerfeld, beide Fahrzeuge wurden massiv beschädigt. Die Bundesstraße 207 war mehrere Stunden voll gesperrt; Einsatzkräfte und Augenzeugen wurden von Notfallseelsorgern betreut. Zur Unfallursache liegen bislang keine Erkenntnisse vor.
Der Fahrer des VW Multivan war laut Feuerwehr massiv in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Trotz sofortiger medizinischer Versorgung und einer Crashrettung durch die Einsatzkräfte verstarb der Mann noch an der Unfallstelle. „Crashrettungen werden immer dann eingeleitet, wenn der Mensch lebensgefährliche Verletzungen durch einen Unfall erlitten hat“, sagte Einsatzleiter Markus Ott von der Feuerwehr Großenbrode. Die beiden Insassen des schwedischen Wohnmobils sowie ihr Hund wurden durch die Wucht des Aufpralls in die Leitplanke geschleudert. Das Paar konnte sich selbst befreien und wurde leicht verletzt in ein Krankenhaus gebracht, um den Hund kümmerten sich Feuerwehr und Rettungsdienst. Auch der Rettungshubschrauber Christoph 12 war im Einsatz.

Nach der Erstversorgung der Verletzten stellten die Einsatzkräfte am Wohnmobil einen Gasaustritt fest. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt, da unklar war, wie viel Gas ausströmte. Durch den günstigen Wind zog das Gas auf ein angrenzendes Feld ab. „Wir können die Gasflasche nicht bergen, weil das Fahrzeug nicht ausreichend gesichert werden kann“, erklärte Einsatzleiter Markus Ott. Im weiteren Verlauf ließ Ott Notfallseelsorger alarmieren, die Eindrücke an solch einer Unfallstelle sind für Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst nur schwer zu verarbeiten. „Bei dieser Art von schweren Unfällen machen wir das routinemäßig, damit niemand diese Bilder mit nach Hause nehmen muss“, so Ott. Die Einsatzkräfte wurden anschließend im Gerätehaus der Feuerwehr Großenbrode betreut.
Die Polizei forderte einen Gutachter an, um den Unfallhergang detailliert zu rekonstruieren. Augenzeugen hatten zuvor angegeben, den VW Multivan auf der Gegenfahrbahn gesehen zu haben. Ob dies tatsächlich zum folgenschweren Zusammenstoß führte, soll nun die Auswertung der Spuren klären.
Die Bundesstraße 207 blieb mehrere Stunden voll gesperrt, der Verkehr wurde über Großenbrode und Heiligenhafen umgeleitet. Für die Bergung beider Fahrzeuge wurde im Anschluss ein Abschleppunternehmen eingesetzt. Auch die Reinigung der Unfallstelle nahm Zeit in Anspruch, da Betriebsstoffe ausgelaufen waren und zahlreiche Fahrzeugteile über die Fahrbahn verteilt lagen.

Text und Bilder: Arne Jappe


