Zum Inhalt springen

Schlamm bis zu den Oberschenkeln: Feuerwehr befreit Jungen aus Teich

Am Montagabend mussten Feuerwehr und Rettungsdienst zu einem ungewöhnlichen Einsatz in den Stadtpark in Oldenburg i.H. ausrücken. Zwei Jungen waren in einem Teich in Not geraten, nachdem sie offenbar die Tiefe und die schlammige Beschaffenheit des Gewässers unterschätzt hatten. Einer der beiden sank sogar bis zu den Oberschenkeln in den modrigen Untergrund ein und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien.

Eine aufmerksame Spaziergängerin bemerkte die beiden Kinder eher zufällig. Die Jungen hatten großes Glück, dass man sie hinter dem dichten Gebüsch überhaupt wahrgenommen hat – ihre Rufe waren gedämpft, und durch das Blattwerk war kaum zu erkennen, dass jemand im Wasser steckte. Erst als die Frau genauer hinsah, erkannte sie die hilflose Lage und setzte sofort den Notruf ab. Die Feuerwehr rückte mit Spezialanzügen an, die ein Einsinken im Schlamm verhindern sollen, und sicherte die Einsatzkräfte zusätzlich mit Seilen. Da der direkte Zugang zum Teich stark zugewachsen war, schnitten weitere Kräfte rund 20 Meter entfernt mit einer Motorsäge einen freien Weg durch das Ufergebüsch. Erst dadurch gelang es, die Einsatzstelle überhaupt zu erreichen und eine Rettung auf dem kürzesten Weg vorzubereiten.

In den Spezialanzügen tasteten sich die Feuerwehrleute vorsichtig durch den schlammigen Untergrund vor und erreichten schließlich die beiden Jungen. Beide konnten zügig aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Besonders dem älteren der beiden war die Strapaze deutlich anzusehen: Er war bis zu den Oberschenkeln mit dunklem, fauligem Schlamm bedeckt und sichtlich erschöpft. Der Rettungsdienst brachte beide Jungen zur weiteren Untersuchung in den Rettungswagen und anschließend zu ihren Eltern. Nach ersten Erkenntnissen blieben beide unverletzt, standen jedoch deutlich unter dem Eindruck des Erlebten. Die beiden Fahrräder wurden von der Polizei ebenfalls zu den Eltern gebracht.

Warum die beiden sich in diese gefährliche Situation begaben, ist bislang unklar. Sicher ist jedoch: Den Teich im Stadtpark werden sie wohl so schnell nicht wieder betreten.

Text und Bilder: Arne Jappe

Cookie Consent mit Real Cookie Banner