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Scheune auf Fehmarn brennt vollständig nieder

Großeinsatz für die Feuerwehren auf Fehmarn am frühen Sonntagmorgen: Rund 60 Einsatzkräfte wurden zunächst zu einem gemeldeten Dachstuhlbrand eines Reetdachhauses in Bisdorf alarmiert. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass die Ortsangabe fehlerhaft war. Tatsächlich brannte in Ostermarkelsdorf eine etwa 500 Quadratmeter große Scheune.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Gebäude bereits lichterloh in Flammen. Während die Einsatzkräfte ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindern konnten, war die Scheune nicht mehr zu retten. Da der Dachstuhl bereits kurze Zeit nach dem Brandausbruch eingestürzt war, ließ die Feuerwehr das Gebäude kontrolliert abbrennen. „Ein Innenangriff war zu keinem Zeitpunkt möglich“, sagte der Gemeindewehrführer Torsten Steffen. So konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf das Löschen von außen. Auch eine NINA-Warnung wurde ausgelöst und die Bevölkerung gebeten, Fenster und Türen zu schließen, damit der giftige Rauch nicht zur Gefahr werden konnte. Die Wasserversorgung war gerade noch ausreichend, da sich in dem kleinen Ort Ostermarkelsdorf nur ein Hydrantennetz befindet. „Sonst hätten wir über die etwa einen Kilometer entfernte Hauptstraße nach Burg einen weiteren Hydranten anzapfen müssen“, zeigte sich Steffen erleichtert.

Die Löscharbeiten gestalteten sich für die Einsatzkräfte besonders schwierig. In der Scheune waren unter anderem größere Mengen Stroh gelagert, die nach dem Einsturz des Daches weiterbrannten. Dadurch konnten die Feuerwehrleute nicht gefahrlos bis zum Brandherd vordringen. Immer wieder flammten Glutnester im Inneren des Gebäudes auf. Um die verbliebenen Brandstellen erreichen und ablöschen zu können, wurde ein Kettenbagger des Technischen Hilfswerks aus Eutin angefordert. Mit dem Spezialgerät rissen die Helfer die noch stehenden Mauern ein und legten so die Glutnester frei. Angesichts der Lage galt der Einsatz des Baggers für die Feuerwehr als alternativlos.

Vor dem Abriss der Brandruine untersuchte zunächst der kriminaltechnische Dauerdienst der Polizei aus Lübeck den Brandort. Nach Informationen der Redaktion war die Feuerwehr ursprünglich aufgrund eines Notrufs zu einem vermeintlichen Brand eines Reetdachhauses in Bisdorf alarmiert worden. Erst durch weitere Meldungen bei der Leitstelle stellte sich heraus, dass sich die tatsächliche Einsatzstelle in Ostermarkelsdorf befand, wo die Scheune brannte.

Die Ursache des Feuers ist bislang unklar. Ob Brandstiftung oder ein technischer Defekt zum Brand führten, wird nun von der Kriminalpolizei geprüft. Die Feuerwehr war rund fünf Stunden im Einsatz. Verletzt wurde niemand.

Text und Bild: Arne Jappe

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