Zu einer Dienstbesprechung der Amts- und Gemeindewehrführungen hatte Kreiswehrführer Michael Hasselmann im September eingeladen. Erstmals fand diese Tagung in den neuen Räumen der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Kreises Ostholstein statt.
Themen waren u.a.:
Bericht aus der AG Aufwandsentschädigung
Die AG besteht aus sechs Feuerwehrangehörigen aus unterschiedlich großen Feuerwehren und hat sich bereits mehrfach mit den bestehenden Regelungen zur Aufwandsentschädigung beschäftigt. Hierzu wurden Entschädigungsverordnungen verschiedener Bundesländer sowie Satzungen aus dem Kreis und dem Land miteinander verglichen. Dabei zeigte sich, dass neben unterschiedlichen Regelungen auch sehr unterschiedliche Auffassungen zur Angemessenheit und Ausgestaltung von Aufwandsentschädigungen bestehen.
Um ein möglichst breites Meinungsbild zu erhalten, wurde eine Umfrage für die Feuerwehrangehörigen im Kreis entwickelt. Die Teilnahme erfolgt freiwillig und anonym. Fragen, durch deren Kombination gegebenenfalls Rückschlüsse auf einzelne Personen möglich wären, sind entsprechend gekennzeichnet und müssen nicht beantwortet werden.
Die Umfrage soll möglichst breit innerhalb der Feuerwehren verteilt und über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden. Die Ergebnisse werden anschließend ausgewertet und erneut vorgestellt. Auf Grundlage der Ergebnisse möchte die AG weitere Ansätze und Handlungsmöglichkeiten entwickeln.
Kreisausbildung
In bewährter Form wurde der Lehrgangsplan für 2027 fertiggestellt. Die Lehrgänge wurden bereits seitens der Kreisgeschäftsstelle in das Feuerwehrverwaltungsprogramm FOX112 übertragen, die Veröffentlichung auf der Homepage erfolgte ebenfalls. Auch ein Großteil der bestehenden Wartelisten wurde bereits auf die neuen Lehrgänge übertragen, teilweise sind Lehrgänge daher bereits frühzeitig ausgebucht.
Im Zusammenhang mit der zukünftigen kompetenzorientierten Ausbildung sollen im Oktober/November drei Kameraden an der Landesfeuerwehrschule als Multiplikatoren ausgebildet werden. Anfang 2027 soll anschließend geprüft werden, wie das Thema in die Feuerwehren im Kreis getragen werden kann. Ziel ist insbesondere, Ortswehrführungen und mit der Ausbildung beauftragte Kräfte frühzeitig mit dem Konzept der kompetenzorientierten Ausbildung vertraut zu machen.
Taktisches Rufgruppenkonzept & weiteres Vorgehen
Kreisfachwart für Sprechfunk, Jörn Lange, berichtete über das landeseinheitliche Rufgruppenkonzept der DMO-Rufgruppen. Hatte man in Ostholstein bislang von diesem Rufgruppenkonzept abgewichen, soll jetzt das landeseinheitliche Konzept eingeführt werden.
Künftig wird der reguläre Einsatzstellenfunk grundsätzlich in der Rufgruppe 311 beginnen. Bei großen Einsatzstellen kann mit der Rufgruppe 310 eine separate Führungsebene eingerichtet und die Kommunikation auf weitere taktische Rufgruppen bzw. Einsatzabschnitte aufgeteilt werden. Für größere Einsatzlagen oder bei möglichen Überschneidungen mehrerer Einsatzstellen stehen weitere Rufgruppen als Rückfallebene zur Verfügung. Die Umsetzung soll ab dem 01.01.2027 erfolgen.
Im Vorfeld der Dienstbesprechung fand für Interessierte eine Vorstellung des Gerätewagen-Katastrophenschutz (stationiert bei der FF Heiligenhafen) und des Rüstwagen-Katastrophenschutz (stationiert bei der FF Lensahn / FTZ OH) statt.

Text und Bilder: Dirk Prüß


