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Hohe Temperaturen sorgen für Rettungseinsätze im Minutentakt

In Grömitz suchten die Einsatzkräfte intensiv nach einem vermissten Mann. Nur einer von zahlreichen Notfällen am Samstag an den Küsten Ostholstein.

Grömitz, Scharbeutz & Timmendorfer Strand. Dauereinsatz an den Küsten von Ostholstein:

Gleich dreimal mussten die Einsatzkräfte von DLRG, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst am Samstag ausrücken. Zunächst konnten Retter der DLRG eine Person rechtzeitig vor dem Ertrinken bewahren. Bei zwei weiteren Badeunfällen wurden zusätzlich Feuerwehrkräfte mit Schlauchbooten sowie Taucher der Johanniter und der Berufsfeuerwehr Lübeck alarmiert. Gegen 20 Uhr geriet ein Schwimmer in Not und wurde von den Einsatzkräften aus dem Wasser gerettet. Nur zwei Stunden später folgte der nächste Alarm: In der Nähe der Seebrücke befand sich erneut eine Person in akuter Gefahr im Wasser. Auch hier reagierten die Rettungskräfte schnell und konnten die Person vor dem Ertrinken schützen.

Deutlich glimpflicher verliefen zwei Einsätze an den Stränden von Timmendorfer Strand und Grömitz. In Timmendorfer Strand wurde eine Person als vermisst gemeldet, nachdem sie zwei Stunden lang nicht wieder an Land gesehen worden war. Die Feuerwehr suchte mit Drohnen und mehreren Booten den Küstenbereich ab, brach den Einsatz jedoch nach rund einer Stunde ohne Ergebnis ab. In Grömitz meldete eine Ehefrau ihren 84‑jährigen Mann als vermisst, nachdem er nach einer Abkühlung in der Ostsee nicht zurückgekehrt war. Die DGzRS suchte mit der Felix Sand den Tiefwasserbereich ab, während Boote von DLRG und Feuerwehr das Flachwasser kontrollierten. Zusätzlich setzte die Feuerwehr eine Drohne ein, und die Polizei bat über Lautsprecher um Mithilfe der Strandgäste. Nach etwa einer Stunde wurde der Mann wohlauf am Strand gefunden und zu seiner Ehefrau zurückgebracht.

Angesichts der hohen Temperaturen bitten die Einsatzkräfte darum, beim Baden in der Ostsee besondere Vorsicht walten zu lassen. Wer Abkühlung sucht, sollte ausreichend trinken, direkte Sonne möglichst meiden und sich regelmäßig in den Schatten zurückziehen. Zudem wird dringend empfohlen, sich beim Gang ins Wasser stets bei Angehörigen oder Begleitpersonen abzumelden und nach dem Baden wieder zurückzumelden, um unnötige Fehlalarme zu vermeiden.

Text und Bilder: Arne Jappe

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