Jahreshauptversammlung 2018:
Arbeit der Feuerwehren gewürdigt


(KFV OH/ Stockelsdorf) Die Mitgliederentwicklung bei Ostholsteins Feuerwehren war unterm Strich positiv. Dennoch mahnte Kreiswehrführer Thorsten Plath: “Aber bitte, ruht euch jetzt nicht aus. Wir werden alle nicht jünger und wir brauchen immer wieder neue Kräfte, die einsatzfähig das Leben von Mensch und Tier, das Hab und Gut von Einwohnern und Gästen von Ostholstein retten und schützen können.“ Das Thema der Mitgliederwerbung zog sich wie ein roter Faden durch die Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Ostholstein.


In ihren Grußworten zitierte die gastgebende Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann Alt-Bundespräsident Theodor Heuss, der einst sagte, dass die Sorge und Hilfe für andere Menschen das wertvollste Kapital im Haushalt der Menschheit sei und solange es noch Leute gäbe, die freiwillig bereit wären, für andere dazu sein, es um die Welt nicht allzu schlimm bestellt wäre. Rahl-Behrmann: weiter: „Und sie, liebe Feuerwehrkameradinnen und –kameraden, sind ein großer Teil dieses wertvollsten Kapitals, dass wir in unserer Gesellschaft haben.“ Sie stellte heraus, dass die Zugehörigkeit der Freiwilligen Feuerwehr auch positive Seiten habe. Eine gute Kameradschaft sei dabei ein wichtiger Aspekt. Eine positive Stimmung in den Wehren habe die beste Außenwirkung und führe vielleicht auch dazu, dass der ein oder andere bereit sei, in die Wehr einzutreten. Rahl-Behrmann: „Wenn sie vermitteln und nach außen transportieren, das Feuerwehr nicht nur Arbeit, Stress und Anstrengung ist, sondern das Feuerwehr auch was Schönes ist, wie Kameradschaft, Zusammenhalt und Gemeinschaft, ist das aus meiner Sicht die beste Mitgliederwerbung, die man sich nur wünschen kann.“

Landrat Reinhard Sager dankte den Feuerwehren. “Sie verstehen es, allen Bürgern unseres Landes zu erklären, dass Sicherheit und Hilfe bei Unglücken durch die Freiwilligen Feuerwehr nur mit persönlichen Einsatz von jedem einzelnen, ehrenamtlichen Mitglied geleistet werden kann. Dieses über 100 Jahre alte System ist in Gefahr, wenn nicht genügend Nachwuchskräfte für die Feuerwehr gewonnen werden können.“ Er resümierte, dass einem angesichts der Resonanz einzelner Werbemaßnahmen angst und bange werden könne. Sager appellierte daher: „Wenn wir mit Überzeugungskraft weiter um neue Mitglieder werben und die Aufgabe vermitteln, die die Feuerwehren haben, dann wird es auch mit Hilfe der guten Nachwuchsarbeit in der Jugendfeuerwehr gelingen, die Feuerwehren schlagkräftig in Ostholstein zu halten.

Bürgermeister Thomas Keller, Vorsitzender des Schleswig-Holsteinischen Gemeindetages –Kreisverband Ostholstein- verschwieg nicht die teilweise langwierigen und öffentlichen Diskussionen um die Notwendigkeit von Investitionen für den Brandschutz. Im Ergebnis dürften die Diskussionen weniger zur sachlichen Entscheidung beitragen, sondern eher für Frust bei denjenigen sorgen, die sich ehrenamtlich bei der Feuerwehr engagieren. Keller: „Natürlich sind diese Kosten oftmals immens, natürlich müssen Diskussionen geführt, Prioritäten gesetzt und gegebenenfalls auch Kompromisse gefunden werden. Allerdings, das möchte ich hier betonen, im konstruktiven Miteinander und idealerweise auch im guten Einvernehmen.“ Ohne die ehrenamtliche Arbeit könne die Sicherheit in Ostholstein, der Brandschutz, die Technische Hilfeleistung und der Katastrophenschutz nicht gewährleistet werden. Keller: „Wir brauchen Sie und wir wissen ihre Arbeit auch sehr zu schätzen.“

Der stellv. Landesvorsitzende, KBM Gerd Riemann, wies darauf hin, dass die Aufgabe des Brandschutzes die Themen der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr und die Tagesverfügbarkeit beinhalten. So müsse man bei den Diskussionen um die Zusammenlegung von Feuerwehren immer die Einhaltung von Hilfsfristen beachten.

Auch Wahlen standen auf der Tagesordnung der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Für den Bereich des Amts Lensahn, der Gemeinden Dahme, Grube, Kellenhusen und Grömitz sowie der Stadt Oldenburg i.H. galt es einen neuen Beisitzer zu wählen, nachdem HBM Andreas von der Heyde aus persönlichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellte. Mit HBM Kai Fischer (FF Grömitz) und HBM Hartmut Junge (FF Lensahn) stellten sich zwei Bewerber zur Wahl. In der geheimen Abstimmung wurde HBM Kai Fischer gewählt.

Die Jugendfeuerwehren im Kreis Ostholstein hatten im Januar mit Alexander Wengelewski ihren neuen Kreisjugendfeuerwehrwart gewählt. Da der Kreisjugendfeuerwehrwart als Beisitzer dem Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes angehört, hatte eine entsprechende Wahl stattzufinden. Alexander Wengelewski wurde ebenfalls in geheimer Abstimmung als Beisitzer in den Vorstand gewählt.

Des Weiteren wurden von den Delegierten die Jahresrechnung 2017 und der Haushalt für 2018 einstimmig beschlossen. Neue Rechnungsprüfer wurden Olaf Dreyer (FF Bad Schwartau-Rensefeld) und Sebastian Papke (FF Neustadt i.H.).


In seinem Schlusswort verwies stellv. Kreiswehrführer Michael Hasselmann auf die derzeitigen olympischen Winterspiele und das Ringen nach Edelmetall. Hasselmann: „Für das von Euch aufgebrachte Engagement seid Ihr es allemal wert, mit einer goldenen Medaille ausgezeichnet zu werden.“ Wichtige Themen stehen z.B. mit der Betrachtung des Katastrophenschutzes in Ostholstein, dem Handlungskonzept für Großschadenslagen, Stationierungskonzept für Sonderfahrzeuge, leitstellenfragen, Erweiterung der FTZ, Unterbringung der TEL und der Förderung des Feuerwehrwesens auch in 2018 unverändert an.


Weitere Informationen und Ausführungen zur Jahreshauptversammlung finden Sie hier:

Jahresrückblick des Kreiswehrführers

Jahresbericht als Download (8,35 MB)

Beförderungen

Ehrungen




(Dirk Prüß)
Rund 450 Delegierte und Gäste begrüßte KBM Thorsten Plath zur Jahreshauptversammlung in Stockelsdorf.
Bürgermeisterin Brigitte Rahlf-Behrmann: "Feuerwehr ist wertvolles Kapital in der Gesellschaft"
Landrat Reinhard Sager: "Mit Überzeugungskraft um neue Mitglieder werben."
SH-Gemeindetag -Thomas Keller-: "Wir brauchen sie und wir wissen ihre Arbeit zu schätzen."
stellv. Landesvorsitzender Gerd Riemann: "Hilfsfristen müssen beachtet werden."
stellv. Kreiswehrführer Michael Hasselmann: „Für das von Euch aufgebrachte Engagement seid Ihr es allemal wert, mit einer goldenen Medaille ausgezeichnet zu werden.“
Vorstandstisch