Jahreshauptversammlung 2017:
"Gut, dass sie da sind und so sind wie sie sind."


(KFV OH/ Timmendorfer Strand) Über 400 Delegierte und Gäste begrüßte Kreiswehrführer Thorsten Plath zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Ostholstein In Timmendorfer Strand. Das besondere Ambiente des Sitzungssaales im Maritim Seehotel drückte der Versammlung einen ausgezeichneten Stempel auf. Der umfangreiche Jahresbericht, Jahresrechnung und Haushalt sowie zahlreiche Ehrungen und Beförderungen standen wiederum auf der Tagesordnung. Die zahlreichen Grußredner ließen es sich nicht nehmen, das große ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrmitglieder zu würdigen.


Als gastgebende Bürgermeisterin der Gemeinde Timmendorfer Strand begrüßte Hatice Kara die Anwesenden. In ihrem Grußwort betonte sie, dass jede einzelne Wehr, egal mit welcher Mitgliederzahl, für unsere Städte und Gemeinden zum Schutz aller Einwohnerinnen und Einwohner unentbehrlich sei. Die Gefahrenabwehr fordere die Feuerwehren im Kreis zunehmend. In den Einsätzen werden physische und psychische Grenzen erreicht. Umso mehr zählt eine stabile Kameradschaft innerhalb der Wehren. Kara: "Die Stärkung der kleineren Wehren ist wichtig und der Erhalt muss uns allen eine Herzensangelegenheit bleiben. Für uns als Verwaltungsleitungen sowie als politische Vertreter bleibt es unsere maßgebliche Aufgabe die Wehren in ihrer Mitgliederfindung zu unterstützen. "

Die Grüße des Kreises Ostholstein überbrachte der stellv. Landrat Timo Gaarz. Er betonte, dass der Feuerwehrdienst ein Dienst an der Allgemeinheit sei, der heute wichtiger denn je sei. Feuerwehrmitglieder stellen dafür ihre Freizeit zur Verfügung, was heute nicht mehr selbstverständlich ist. man frage nicht, was bekomme ich dafür, sondern setze mit dem Tun und Handeln Maßstäbe für besondere Werte der Hilfsbereitschaft und Solidarität. Familie und Beruf fordern ihre Zeitanteile, die Ansprüche allen gerecht zu werden wachsen immer mehr. Dennoch können sich die Ostholsteiner durch das Handeln der Feuerwehren sicher fühlen. Gaarz: "Gut, dass sie da sind und so sind wie sie sind." Dennoch dürfe man nicht verkennen, so wie es in der aktuellen Ausgabe der Lübecker Nachrichten stand, dass das Ehrenamt zum Teil an seine Grenzen stößt.

Auch der Vorsitzende des Schl.-Holsteinischen Gemeindetages -Kreisverband Ostholstein-, Bürgermeister Thomas Keller (Ratekau) dankte den Feuerwehren für ihren Einsatz. Keller: "Klar ist, ohne Sie, ohne die ehrenamtliche Arbeit könnte die Sicherheit in Ostholstein im Brandschutz und der technischen Hilfeleistung und im Katastrophenschutz nicht gewährleistet werden. Wir brauchen Sie und wir wissen Ihre Arbeit sehr zu schätzen." Kritisch merkte er an, dass Führungskräfte teilweise mehr leisten, als man eigentlich erwarten könne. Man müsse aufpassen, dass das Ehrenamt mit der Summe von vielen zusätzlichen Regeln und Aufgaben nicht überfordert werde. Man müsse sich die Frage stellen, ob alles bis ins Kleinste geregelt werden müsse oder ob man den Feuerwehren nicht auch Handlungsspielräume geben müsse, ohne sich automatisch rechtlich in einer Grauzone zu bewegen.

Grußworte gab es auch vom stellv. Vorsitzenden des Landesfeuerwehrverbandes Gerd Riemann, vom Leitenden Polizeidirektor Norbert Trabs und vom Präsidenten des DRK Kreisverbandes Ostholstein Gert Schuberth. Trabs würdigte die freiwillige Arbeit und forderte, dass man den Feuerwehren verdienter Maßen den gebotenen hohen Respekt entgegenbringe. Daher sei es nicht zu akzeptieren, dass man in Ausübung des Dienstes beleidigt, bespuckt oder verletzt werde. Wer so etwas tue, richtet sich gegen die Gemeinschaft, gegen das soziale Zusammenleben. Schubert würdigte das Engagement der Feuerwehren und stellte fest, dass das Gemeinwesen ohne das ehrenamtliche Wirken von Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen nicht funktionieren würde. Im Rahmen der gemeinsamen Aufgaben der einzelnen Organisationen greife ein Rädchen in das andere.

Während der Versammlungen galt es aber auch einige Regularien zu behandeln. So wurde die Jahresrechnung für das Jahr 2016 ebenso einstimmig verabschiedet, wie der Haushalt für das Jahr 2017. Einer Änderung der Jugendordnung der Jugendfeuerwehren des Kreises Ostholstein wurde ebenfalls einstimmig zugestimmt.


In seinem Schlusswort bekräftigte der stellv. Kreiswehrführer Michael Hasselmann, dass die Feuerwehren in dieser Zeit stolz auf sich sein können. Hasselmann" Das -das ist mein Feuer, das ist dein Feuer- Denken- ist schon lange aus den Köpfen heraus. Die Feuerwehren sind zu einer großen Feuerwehrfamilie zusammengewachsen. Wir helfen jeder Zeit dort, wo Hilfe benötigt wird, ob bei eisigen Temperaturen in Heiligenhafen oder bei Großschadensereignissen in Kellenhusen oder Timmendorfer Strand unter Beachtung des flächendeckenden Brandschutzes. Und dieses alles, ohne bürokratische Anträge auf Amtshilfe zu stellen.


Weitere Informationen und Ausführungen zur Jahreshauptversammlung finden Sie hier:

Jahresrückblick des Kreiswehrführers

Jahresbericht als Download (8,35 MB)

Beförderungen

Ehrungen




(Dirk Prüß)
Rund 400 Delegierte und Gäste wohnten der Jahreshauptversammlung bei.
Bürgermeisterin Hatice Kara: "Der Erhalt der Feuerwehren muss eine Herzensangelegenheit bleiben."
Stellv. Landrat Timo Gaarz: "Gut, dass sie da sind und so sind wie sie sind."
SH-Gemeindetag -Thomas Keller-: "Wir brauchen sie und wir wissen ihre Arbeit sehr zu schätzen."
Vorstandstisch; v.l. KBM Thorsten Plath, stellv. Landrat Timo Gaarz, stellv. Vorsitzender des LFV KBM Gerd Riemann
Stellv. Kreiswehrführer Michael Hasselmann dankte den Feuerwehren in seinem Schlusswort
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